Greenpeace Energy
Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy ist aus der Umweltorganisation Greenpeace hervorgegangen. Ziel des Anbieters ist die Energiewende und damit die umweltfreundliche Versorgung mit Energie, bei der auf Atomstrom und Kohle verzichtet wird.
Das Unternehmen wurde im Oktober 1999 als Genossenschaft gegründet. Inzwischen hat Greenpeace Energy rund 100.000 Kunden, von denen 7.000 Gewerbekunden sind. Betreut werden sie von 70 Mitarbeitern. Der Sitz der Firma befindet sich im Schanzenviertel in Hamburg.
Auch auf dem Gebiet der Energiepolitik ist Greenpeace Energy aktiv. Aktuelle Themen sind z.B. gesetzliche Rahmenbedingungen, Elektromobilität und Carsharing, Energiemarktdesign sowie das Forschungsprojekt virtuelles Kraftwerk. Ziel dieses Projektes ist es, die Schwankungen in der Erzeugung bei Photovoltaik und Windenergie mit Blockheizkraftwerken auszugleichen.
Im Bereich des Ökostroms bietet Greenpeace Energy Tarife für Privat- und Geschäftskunden an.
Für den Ökostrom hat das Unternehmen strenge Kriterien aufgestellt. So enthält der Strommix keinen Strom aus Atom- oder Kohlekraftwerken, 50 Prozent des Stroms müssen aus erneuerbaren Energien kommen, die Einspeisung erfolgt nach dem Bedarf des Kunden, der Ausbau von erneuerbaren Energien wird gefördert und es gibt regelmäßige Kontrollen durch unabhängige Gutachter.
Eine Alternative zu Biogas ist laut Greenpeace Energy das neue Gasprodukt proWindgas. Ein Vorteil ist, dass die ganze Stromproduktion einer Windkraftanlage genutzt wird, selbst bei einer Überlastung des Netzes.
Im Bereich der Elektromobilität arbeitet das Unternehmen an zwei Pilotprojekten, die deren Einsatz erforschen. So möchte man herausfinden, welche Anforderungen an Infrastruktur und Stromversorgung beim Einsatz von Elektrofahrzeugen gestellt werden.
Zusammen mit der Tochterfirma Planet energy GmbH hat das Unternehmen bisher drei Photovoltaik- und sieben Windkraftanlagen gebaut. Langfristig möchte der Ökostromanbieter seine Kunden aus eigenen Anlagen versorgen.
